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Ideen und Musen

Die Prämisse

James N. Frey beschreibt in seinem Buch Wie man einen verdammt guten Roman schreibt (Band 1), dass gute Bücher eine sogenannte Prämisse haben sollte. Hat ein Buch eine Prämisse, dann kann man damit rechnen, dass man ein gutes Buch, bzw. ein erfolgreiches Buch schreiben kann oder gar wird.

Eine Prämisse ist eine Feststellung, die man im Buch dann beweisen soll. Sie muss nicht auf realen Fakten beruhen, sondern sie kann auch eine Idee sein, die man im Buch beweisen möchte.

Ein Beispiel wäre, alle Glücksspielerinnen sind Verliererinnen.

Also würde es in dem Buch darum gehen, dass die Hauptperson eine neurotische Glücksspielerin wäre (von Black Jack, bis Poker und so weiter) und am Ende eben alles verliert.

Übersetzt würde als die Prämisse für das Thema des Buches stehen (Frey schreibt eben permanent Prämisse, andere würden umgangssprachlich Thema sagen).

Wenn man also die Idee des Buches hat, geht man zum Thema über. Sehr oft können sich beide überschneiden (also das die Idee auch gleichzeitig das Thema ist), sie können sich ergänzen, in meinen Augen ist es aber auch möglich, dass sich das Thema (Prämisse) und die Idee des Buches sich widersprechen können.

Beim letzten dürfte es sicherlich schwierig sein, eine Verkaufsrennerin zu schreiben, aber letztendlich gibt es viele Möglichkeiten ein Buch zu schreiben und es zu veröffentlichen, man muss ja nicht immer den konventionellen Weg gehen.

Was muss ich beim Thema beachten?

Nicht viel, du musst nur ein Thema finden, was dich in erster Linie interessiert und was du dann im Buch beweisen kannst. Zum Beispiel, nette Leute finden am Ende ihr Glück. Und dieses Thema musst du dann eben beweisen. Also schreibe ein Buch, indem eine nette Person vielleicht ausgenutzt wird, aber eben am Ende ihr Glück findet und halt die Siegerin ist.

Ist das Thema wichtig?

Nach Frey ja. Aber man sollte nicht vergessen, dass er ein Buch geschrieben hat, um dir Tipps zu geben, wie man ein Buch schreibt, dass sich am Ende verkauft. Das bedeutet, dass seine Tipps eher Richtung Kommerz geht.

Wer also ein Experiment wagen möchte, kann natürlich die Prämisse außen vor lassen und den eigenen Weg gehen. Alle, die aber an eine Bestsellerin interessiert sind, sollten sich zumindest mit dem Thema auseinnader setzen.
15.4.07 14:34


Die erweiterte Idee

Im letzen Beitrag (in dieser Kategorie gesehen), habe ich von der Idee gesprochen. Also, dass man für einen Roman eine Idee braucht um eben ein Roman zu schreiben. Natürlich kann man auch ohne eine Idee einfach drauf los schreiben und sehen was daraus wird, aber letztendlich bildet sich eine Idee und mit der kann man dann eben arbeiten.

Hat man eine Idee, so kann es sein, dass sie noch sehr undefiniert ist. Damit meine ich, dass man gerade mal eine ungefähre Richtung hat, mit der man sich beschäftigen möchte, aber noch nichts konkretes weiß.

Dafür ist die erweiterte Idee da.

In der Idee haben wir zum Beispiel beschlossen, dass wir einen Liebesroman schreiben wollen, der von zwei wirklich unterschiedlichen Charakteren handelt. In der erweiterten Idee wird das dann konkretisiert. Ich bezeichne das als eine kurze Zusammenfassung des Buches, dass noch geschrieben werden soll.

Warum soll man das überhaupt machen?

Für mich hat das einen einfachen Sinn, damit ich die ersten Wege schon mal festlegen kann. Für mich ist es so, als würde man auf einen Stadtplan festlegen, wohin man seine Wanderung führen möchte.

Ich habe meinen aktuellen Roman vor einem Jahr begonnen und gemerkt, dass ich mich immer wieder im Kreis herumdrehe. Erst als ich mir klar gemacht habe, worüber ich genau schreiben will, wusste ich, wie ich anfangen soll und wie alles beendet wird.

Wenn du deine Idee hast, dann nimm dir ein Blatt Papier und schreibe dir deine Idee auf. Darunter schreibst du dann deine erweiterte Idee. Sehr oft ist es so, dass mit der Grundidee auch die erweiterte Idee heranwächst und man schon weiß, worum es im groben gehen soll (ich rede hier nur von der groben Idee, die ganzen Feinheiten kommen dann später).

Sehr oft hat man durch die erweiterte Idee auch schon einen kleinen, manchmal sogar einen großen Überblick über die Figuren, die im Roman auftauchen werden (mehr zu den Figuren und wie man mit ihnen arbeitet unter dem Stichpunkt "Figuren").

Ein Beispiel für eine Idee und eine erweiterte Idee, die du gerne benutzen kannst, wenn du dazu Lust hast.

Idee:
Ich möchte einen Liebesroman schreiben, wo es schlichtweg nur um vier Personen geht.

Die erweiterte Idee:
Petra und Paul haben zwei beste Freundinnen. Petras bester Freund ist Arne und Pauls beste Freundin ist Anna. Arne und Anna lernen sich kennen und kriegen sich fürchterlich in die Haare. Durch den Streit lernen sich Petra und Paul kennen und verlieben sich. Doch da ihre besten Freundinnen sich streiten, behalten sie ihre Beziehung für sich. Doch sie finden es heraus und es kommt zu einem Eklat.

So könnte eine erweiterte Idee aussehen. Wenn jemand damit ein Roman schreibt, kann sie/er mich ruhig darüber informieren. Lesen werde ich es bestimmt ^^
11.4.07 15:10


Woher kriege ich meine Ideen oder auch Muse, gibst du mir ein Küßchen?

Wer ein Buch schreiben will, egal ob Roman oder Sachbuch, fängt nicht mit dem ersten Satz an, sondern eben mit der Idee. Klar können wir ohne Ideen schreiben, manchmal kommen tolle Sachen heraus. Und letztendlich auch Romane, nur möchte ich in diesem Beitrag darauf eingehen, woher Ideen kommen und wie man sie vielleicht nutzen kann. Und dann können wir uns über Zeitmangel, kreative Blockaden oder schlechte Absätze aufregen.

Daher fange ich am Anfang an, bei der Idee. Denn über die Idee können wir am Ende Welten und ganze Universen erschaffen. Hat ja Göttin auch geschafft.

Aber gut, was sind denn überhaupt Ideen? Und woher bekommt man die? Und wie sehen die Rechte an Ideen überhaupt aus?

Ideen sind die Grundlagen für Geschichten jeglicher Art. Ohne Idee kann man letztendlich nicht gerichtet schreiben, weil man eigentlich in der Luft hängt und nicht weiß, ja okay, ich will schreiben, aber worüber? Und da setzt eben die Idee an, die man übe kurz oder lang braucht, sorry, ohne Idee wird das Ganze nichts ^^

Die Idee lässt den Roman dann langsam konkret werden, Formen annehmen und überhaupt schreibbar machen. Ohne Idee hängen wir in der Luft und schreiben irgendwelchen Schmuss zusammen (ich glaube, dass man ohne Idee irgendwie schreiben kann, weiß aber nicht wie), den eh niemand versteht, vielleicht nicht mal die Person selber.

Aber wie kommt man an Ideen?

Tja, das ist das eine Million Euro Frage. Denn es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und letztendlich liegt es immer am Menschen selber, wie sie zu ihrer Idee kommt. Ich gebe dir mal einige Beispiele wie du an sie kommst und einige Erklärungsansätze woher die Ideen kommen könnten. Sie sind übrigens nicht wissenschaftlich erklärt worden, sondern meine eigene Ideen zum Thema.

Einige wenige erhalten ihre Ideen einfach so. Man kann sagen, sie schnippen nicht einmal mit den Fingern und plopp, da ist die Idee. Das ist möglich, aber eher seltener Natur. Vor einigen Jahren stand ich in der Küche und wollte aus einem Schrank holen und hatte auf diese Weise eine Idee für einen Roman gehabt, welche mit meiner Tätigkeit in der Küche nichts zu tun hatte. Also nicht, dass hier jemand zu erklären versucht, hei, du hast was getan und die logische Schlussfolgerung ist, dass du diese Idee hattest.

Gerade in solchen Fällen ist es wichtig, dass man sich alles, was mit dieser Idee zu tun hat, so schnell wie möglich aufschreibt. Aber mehr zu Notizbüchern und ähnlichem im nächsten Beitrag (Tipps und Tricks).

Die meisten Einfälle tauchen eher im Zusammenhang mit einem Buch, einem Film, einer Serie, einem Satz oder ähnlichen Zusammenhängen auf. Man liest zum Beispiel ein Sachbuch und denkt sich, an sich ein klasse Thema, das würde ich gerne auf meine Weise ausdrücken. Oder man liest einen Satz und auf einmal ranken sich die Gehirnwindungen, machen Gehirnakrobatik und auf einmal hat man eine Idee, auf die man sonst nie gekommen wäre. Oder man sieht ein Bericht und denkt sich, diese Leute sind so toll/scheiße, darüber muss ich ein Buch schreiben. Sehr oft reizen auch Personen aus unserer Umgebung uns über die Person selber, über eine oder mehrere Charaktereigenschaften und ähnliches

Aber auch Herausforderungen können Grundlagen für Ideen bzw. für die Bücher sein. Denn wenn bisher noch nie oder nur wenig Literatur zu einem Thema geschrieben wurde, können sich manche herausgefordert fühlen, genau darüber ein Buch zu schreiben. Oder zu einem Thema gibt es schon zig Bücher aber eben nicht aus einer bestimmten Richtung, weil man der Meinung ist, dass es nicht unbedingt Publikumswirksam ist und daher versucht man sich eben daran.

Leider gibt es ja keine Läden wo man reingehen kann um sich Ideen zu kaufen oder auszuleihen (wäre aber mal ne Idee, lach). Oder das man sich eine persönliche Muse mietet, die uns dann ab und an ein Küßchen gibt und wir dann Ideen haben. Leider läuft es nicht so einfach, sondern wir müssen eben schon von Anfang an unsere Kreativität fließen lassen und eben schreiben.

Und woher kommen die spontanen Ideen?

Dazu gibt es viele mögliche Erklärungen und hier sind mal meine Ansätze.
Wir werden jeden Tag vollgepumpt mit diversen Eindrücken, aus den Medien wie Fernseher, Internet, Musik und so weiter. Dann gibt es noch die Eindrücke von draußen, Natur, andere Menschen und Werbung. In Laufe der Zeit lesen wir viel, Bücher, Zeitschriften und wieder Werbung. Das alles bleibt natürlich nicht im Bewusstsein stecken, sonst würden wir an Informationen platzen und uns eines Tages wohl nichts mehr merken. Aber vieles davon, wenn nicht sogar alles (ich habe keine Ahnung, wie viel wir uns im Unterbewusstsein wirklich merken können) bleibt eben im Unterbewusstsein stecken und schlummert vor sich hin. Und wenn wir uns bereit dafür fühlen, weil wir eine Idee suchen oder bereit fürs schreiben sind, plopp eröffnet sich uns eine Idee, die wir dann als für spontan halten und damit arbeiten können. Letztendlich dürfte diese Idee aber eine Mischung aus all den Informationen unseres Lebens sein, die wir aufgesammelt haben und dann sich uns am Ende als eigenständige Idee präsentiert.
Eine andere mögliche Erklärung könnte sein, dass wir ja vermutlich viele Reinkarnationen hinter uns haben (diese Erklärung gilt jetzt nur für die, die daran glauben, alle anderen dürfen den Teil überspringen). Und in diesem Unterbewusstsein schlummern eben Erinnerungen, die sich ebenfalls vermischen können und dann auftauchen und sich uns präsentieren und wir damit arbeiten können. Und da einige glauben, dass es intelligentes Leben im Universum gibt (also die berühmten, berüchtigten Außerirdische) und wir uns für diese Reinkarnation für diesen Planeten entschieden haben, können verschiedene Geschichten auf verschiedene Planeten hinweisen mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen.
Wer sich für esoterische Themen interessiert, wird folgende Erklärung interessant finden. Es gibt eine sogenannte Akasha-Chronik in der alles Wissen aus dem Universum gesammelt wird. Es ist keine reale Bibliothek, sondern eine geistige Ansammlung an Wissen aus allen Bereichen. Und einige können bewusst dorthin Kontakt aufnehmen und wer offen für neue Ideen ist (und damit meine ich nicht unbedingt Romanideen), kann unbewusst von dort eben Ideen bekommen.

Eine andere Möglichkeit ist, sich alles möglich einfach mal aufzuschreiben und damit zu arbeiten.
Nimm dir ein Blatt Papier auf dem nichts steht (es soll dich ja nichts ablenken) und ein Stift Papier. Ich bevorzuge den klassischen Füller. Dann schreib einfach mal alle Themen auf, die dich interessieren. Schreib einfach mal fünfzehn Minuten am Stück und leg dann das Papier zur Seite. Wenn du bereit bist, nimm das Papier wieder hervor und schau mal nach, welche Themen zusammenpassen könnten. Wenn du zum Beispiel die Punkte Kinder und Gebete hast, könntest du zum Beispiel das Zusammenbringen. Oder noch leichter nachzuvollziehen, Mord und Geheimnis. Wenn du es nicht kürzen kannst, lies dir die Liste durch und überlege, welches Thema oder welche Themen dich am meisten interessieren. Unterstreiche sie und halte die nächsten Tage die Augen offen ob du in diese Richtung Hinweise bekommst, das es dein Thema ist.

Ich denke mal, dass sind nicht gerade wenige Hinweise zum Thema, woher bekomme ich eigentlich meine Ideen. Sollte mir noch was dazu einfallen, werde ich es hier schreiben und dich entsprechend in Kenntnis setzen, versprochen.

Noch ein kleiner, aber sehr wichtiger Hinweis zum Thema Urheberrecht . Das Urheberrecht wird auch gerne als Copyright bezeichnet, ist aber im deutschen Raum völlig falsch. Wir haben schlichtweg kein Copyright. Das ist amerikanisch und bleibt auch dort. Wir haben das Urheberrecht und um es kurz zu sagen, alle Werke die du fertig gestellt hast, bzw. in der Fertigstellung sind, haben ein automatisches Urheberrecht. Wenn du einen Text schreibst, hast du ein Urheberrecht drauf (leider ist das nicht immer leicht zu beweisen in der Zeit der Internetdiebe und so weiter). Du brauchst es nicht anmelden oder zu patentieren lassen (Patente gibt es eh nur auf Erfindungen).
Das gilt aber NICHT für Ideen. Wenn du eine tolle Idee für dein Roman hast und es der Welt erzählst und jemand aus der Welt es aufschnappt und deine Idee umsetzt, dann heißt es schlichtweg, Pech gehabt. Wer seine Ideen überall herumerzählt (was in der Werbebranche mal ein paar Millionen Verlust einbringen kann), muss damit rechnen, dass sie geklaut und andersweitig benutzt werden. Daher werde ich auch mit Ideen hier sehr sparsam umgehen, tut mir Leid.

So, dass war's dann mal zum Thema Idee und woher sie kommen.
8.4.07 18:12














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